Dr.-Kürten-Preis
Seit 2016 vergibt der Lions Club Hürth / Rheinland alle zwei Jahre den nach Dr. Kürten benannten Preis für ehrenamtliches Engagement. Damit soll die Erinnerung an Arnold Kürten aufrechterhalten und an sein ehrenvolles Wirken erinnert werden. Der vom Lions Clubs Hürth / Rheinland ausgelobte Preis, würdigt ein besonderes, herausragendes ehrenamtliches Engagement von Personen und / oder Einrichtungen für die Zivilgesellschaft. Dr. Arnold Kürten
Dieser in Hürth zu seiner Zeit hochgeschätzte Arzt war über 40 Jahre als Armenarzt und Sanitätsrat in der Bürgermeisterei Hürth tätig. Er war bekannt für seine selbstlose Fürsorge gegenüber Bedürftigen. Geboren am 18. Januar 1842 in Heppendorf, wuchs er als Waise in Hürth-Gleuel auf der Burg Schallmauer auf, studierte Medizin in Bonn und Würzburg und promovierte dort.
Frühes Leben und Ausbildung
Nach dem Gymnasium in Bonn erhielt Kürten 1869 einen Anstellungsvertrag bei der Bürgermeisterei Hürth und praktizierte von da an in Hermülheim im Obergeschoss der Gastwirtschaft „Zur alten Post“ an der Luxemburger Straße. Seine Praxistätigkeit wurde nur durch den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 unterbrochen, in dem er als Stabsarzt diente.
Berufliches Wirken
In einer Zeit ohne ausreichende ländliche medizinische Versorgung behandelte Kürten arme Patienten oft ohne Honorar, was ihm den ehrenvollen Titel „Armenarzt“ einbrachte. Nach über 20 Jahren Praxis wurde er zum Sanitätsrat ernannt; seine Großherzigkeit und Kompetenz machten ihn bei der Bevölkerung äußerst beliebt. Schwere medizinische Fälle überwies er nach Brühl oder Köln, da eine lokale stationäre Versorgung fehlte.
Spätes Leben und Vermächtnis
Arnold Kürten blieb Junggeselle, er zog 1909 in den Ruhestand und starb verarmt am 21. August 1912 im Kölner Alexianerkloster. Ärztliche Kollegen sorgten für eine ehrenvolle Beerdigung. 1923 errichtete der „Hürther Freundschaftsbund Morgenstund“ ein Denkmal von Bildhauer Emil Hayn (heute in Alt-Hürth vor der Kirche St. Katharina), eine Straße und die Dr.-Kürten-Schule tragen seinen Namen.
Auszeichnungsgeschichte
Zu den bisherigen Preisträgern zählen Werner Schürholz und die Hürther Tafel 2016, Franz Hild mit der Familienhilfe Moldawien und Guatemala 2018, Margret Schaaf mit Mentor Hürth 2020, Alois Wilmer mit dem Heimat- und Kulturverein 2022 sowie Sergiusz Romanski und Rüdiger Winkler von den Partnerschaftsvereinen Skawina (Polen) und Hürth 2024.
Nominierungsprozess
Jeder Einwohner Hürths kann Einzelpersonen oder Gruppen über ein Formular vorschlagen. Die eingereichten Vorschläge werden durch eine Jury unter Beteiligung der Stadt Hürth diskutiert und der Preisträger gefunden. Die Verleihung ist mit einem Preisgeld ausgestattet und wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung veröffentlicht.
